Ich bin gebürtiger und überzeugter Eversberger.
"Noge bui Kerke un Schaule"
war früher eine der begehrtesten Wohnlagen in Eversberg
und genau dort bin ich aufgewachsen.
So hatte ich kurze Wege zur Schule und zur Kirche als Messdiener
und später sogar Aushilfsküster.
Während meines Studiums und meiner beruflichen
Tätigkeit hatte ich oft die Gelegenheit, von außen
auf unsere Bergstadt zu schauen.
Doch meine Liebe und Zuneigung zu meiner Heimat
war stets ungebrochen.
Egal, wo auf dieser Welt ich mich auch gerade herumgetrieben habe,
es gab keinen Schützenfest-Mittwoch, an dem es mich nicht
nach Hause gezogen hat. Seit ich Schützenbruder bin, gab es
auch kein Schützenfest auf dem ich nicht mitmarschiert bin.
Ebenso gab es seit Gründung meines Stammtisches im Jahre
1980 keinen 2. Weihnachtstag oder
Ostermontag an dem ich nicht zum Frühschoppen meines
Stammtisches Caligula bei Drögen erschienen bin.
Seit 1975 frage ich mich genau wie viele andere Eversberger:
Musste das mit der Kommunalen Neugliederung wirklich sein?
Musste eine Stadt die 733 Jahre bewiesen hatte, dass sie alleine
lebensfähig ist wirklich, eingemeindet werden?
In Deutschland gibt es über 100 selbstständige Städte, die weniger
Einwohner haben als Eversberg.
Sollten wir nicht in der Zukunft gemeinsam darüber nachdenken,
Eversberg wieder mehr auf eigene Füße zu stellen?
In der Technik gibt es den Satz "never stop a running system"
Vielleicht sollte der ab und an auch in der Politik gelten.